Über die Ottajasko


Ottajasko meint den Zusammenschluss mehrerer Thorwaler zu einer Schiffsgemeinschaft. Die dabei miteinander verschworenen Mitglieder müssen nicht aus der gleichen Sippe stammen, vielmehr handelt es sich um eine feste Nutzgemeinschaft, zu der jeder der Mitglieder etwas beiträgt.
Die Siedlung, die sogenannte Ottaskin, liegt nördlich am Fusse des Vargberges, der der Ottajasko auch ihren Namen gab. Gegründet durch Thorwaler, die auf der Suche nach einer neuen Gemeinschaft waren, leben dort inzwischen ungefähr 80 bis 100 Menschen - mal sind es weniger, wenn ein Grossteil auf (Her-)Fahrt ist, mal sind es mehr, wenn sie in den Wintermonden die Heimat aufsuchen.
Das unwirtliche Seufzermoos im Nacken wirft die karge Heidelandschaft allein zu wenig ab, um über die kalte Jahreszeit zu kommen, so dass gegen Frühjahr - meist im Faramond - viele Thorwaler von der Ottaskin aufbrechen, um in der Ferne dafür zu sorgen, dass die Ottajasko sicher durch den harten Winter kommt.
So heuern sie als Söldner bei Rittern an, steuern mit ihrem Drakkar - dem Drachenboot -zu unbekannten Gefilden oder gehen auf Beutezug.
Doch ist es nicht ausschliesslich das überleben der eigene Sippe, das den Kurs bestimmt: Diejenigen, die sich die Freundschaft der Ottajasko verdient gemacht haben, können darauf rechnen, stets eine offene Tür, ein fahrendes Schiff und scharfe äxte an ihrer Seite zu haben.
Und wie es für alle Thorwaler gilt, so nimmt sich die Vargberg-Ottajasko auch nicht aus, Travias Gebot der Gastfreundschaft zu ehren und zu befolgen: Unter denjenigen, die die Thorwaler bisher in Frieden trafen, findet sich kaum jemand, der mit Recht sagen kann, dass er nicht ans Lager eingeladen und bewirtet wurde.