Vom Vargberg

In der hügeligen Landschaft des Waskirer Hochlandes zeichnet sich ein Berg von seiner Umgebung scharf ab - dicht bewaldet, mit schroffen Felsvorsprüngen und Plateaus liegt er: Der Vargberg.
Etwa 20 Meilen nördlich von Waskir entfernt ist er nur schwer zu erreichen. Entweder wählt man den Wasserweg über den Merek, einen zumeist schlammigen Fluss im Norden, oder man bahnt sich seinen Weg von Süden her über die alten Knüppeldämme, die am Rande des Seufzermooses angelegt wurden. Da in diesem Moor aber unheimliche Kreaturen und schaurige Geister gierig auf die Seelen derer lauern, die sich allzu arglos in ihr Reich vorwagen, scheint der sicherste Weg aber ein anderer zu sein. Er führt über die im Westen gelegene Siedlung Skovsjen, durch das neben einer Furt über den schlammigen Merek auch die Strasse von Waskir nach Olport befestigt wurde.
Im Fühjahr, zu Beginn der Schneeschmelze, führt der Merek mehr als genug Wasser, um einen Drakkar zu tragen - auch im Sommer ist das meistens möglich. Im Herbst und im Winter allerdings, wenn der Schnee fällt, wird es immer schwieriger, mit grossen Booten den Fluss zu befahren. Dann muss das Drachenboot einen Treidelpfad entlang gezogen werden.
An der Mündung des Merek liegt der Ort Muryt, eine albernische Hafensiedlung, in dem viele Waren gehandelt und getauscht werden.